Genetische Untersuchungen können helfen, bestimmte Eigenschaften eines Hundes besser zu verstehen. Dazu gehören beispielsweise Fellfarben, die Vererbung einzelner Merkmale oder genetische Zusammenhänge innerhalb einer Population. Für viele Züchter ist dieses Wissen interessant, weil es dabei helfen kann nachzuvollziehen, warum Welpen bestimmte Eigenschaften entwickeln und wie sich Merkmale über Generationen hinweg verändern.
Wichtig ist jedoch zu verstehen, dass genetische Tests immer nur einen Teil des Gesamtbildes abdecken können. Nach heutigem wissenschaftlichen Stand sind über 700 genetisch bedingte Erkrankungen beim Hund bekannt, teilweise werden sogar über 900 genetische Risiken beschrieben. Gleichzeitig können derzeit nur etwa 150 bis 250 genetische Veränderungen routinemäßig getestet werden.
Die umfangreichsten derzeit angebotenen genetischen Testpakete für Hunde untersuchen – je nach Anbieter – etwa 150 bis über 300 genetische Veränderungen.
Die aktuell umfangreichsten Gentests für Hunde testen je nach Anbieter ungefähr:
größte bekannte Testumfänge
Embark „Breed + Health“: ca. 230+ genetische Krankheiten
Wisdom Panel Premium: ca. 265+ genetische Krankheiten
LABOKLIN / LABOGEN große Kombinationspakete: bis ca. 300–340 genetische Varianten (je nach Paket)
verschiedene internationale Anbieter: meist 150–270 Krankheiten
Gleichzeitig sind wissenschaftlich bereits über 700 genetisch bedingte Erkrankungen beim Hund beschrieben, teilweise werden sogar über 900 genetische Risiken diskutiert.
Das bedeutet, dass selbst die größten derzeit verfügbaren Gentests nur einen Teil der bekannten genetischen Veränderungen erfassen können. Gleichzeitig sind bereits über 700 genetisch bedingte Erkrankungen beim Hund bekannt, und die Forschung entdeckt laufend weitere genetische Zusammenhänge.
Das bedeutet im Umkehrschluss: Selbst ein sehr umfangreicher Gentest kann keine vollständige Garantie für lebenslange Gesundheit geben, da weiterhin viele genetische Faktoren existieren, die derzeit nicht getestet werden können oder noch nicht vollständig erforscht sind.
Die größte Sicherheit für eine Population entsteht langfristig durch eine ausreichend große genetische Vielfalt.
Bei vielen rezessiv vererbten Erkrankungen gilt: Wenn ein genetischer Träger mit einem genetisch freien Hund verpaart wird, entstehen normalerweise keine erkrankten Welpen für diese spezifische Erkrankung.
Je größer die Auswahl an nicht miteinander verwandten Hunden ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Träger derselben genetischen Veränderung zusammentreffen.
Deshalb ist eine möglichst breite Dokumentation der Abstammung besonders wichtig, damit langfristig eine ausreichend große Auswahl an nicht miteinander verwandten Hunden erhalten bleibt.
Genetische Untersuchungen sind faszinierend und können zusätzliche Informationen liefern. Sie sind für viele Züchter interessant. Wer keine genetischen Untersuchungen durchführen lassen möchte, kann selbstverständlich dennoch eine Wurfmeldung einreichen und einen Abstammungsnachweis erhalten.
In unserem Verein sind genetische Untersuchungen daher keine Voraussetzung. Wir möchten bewusst keine zusätzlichen Hürden schaffen, die dazu führen könnten, dass Abstammungen nicht dokumentiert werden.
Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Hunde mit nachvollziehbarer Herkunft erfasst werden, damit langfristig eine breite Auswahl nicht miteinander verwandter Hunde bestehen bleibt und genetische Vielfalt erhalten werden kann.
Genetische Untersuchungen können eine sinnvolle Ergänzung sein – sie sind jedoch kein Muss.
Unser Anliegen ist es, Wissen zugänglich zu machen, ohne unnötige Hürden aufzubauen, damit möglichst viele Hunde nachvollziehbar dokumentiert werden können und die genetische Vielfalt langfristig erhalten bleibt.
Partner Labor
In Zusammenarbeit mit unserem Partner-Labor haben wir die Möglichkeit die modernen Erkenntnisse der Wissenschaft optimal zu nutzen!
VHF – in Fanken e. V.
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Erbkrankheiten bei Hunden GENETARIO
Mutationen, die zu Erbkrankheiten führen, sind sehr unterschiedlich in der Wirkungsentfaltung. Besonders problematisch sind solche mit rezessivem Erbgang und / oder spätem Auftreten im Lebensalter.
Hier ist die DNA-Diagnostik die einzige Möglichkeit vorbeugend und steuernd einzugreifen. Gesundheitliche Probleme, und die unweigerlich damit verbundenen Kosten, können so vermieden oder zumindest bestmöglich eingedämmt werden.
Nicht-Züchter: Sie möchten selbst in Erfahrung bringen, ob Ihr Tier an einer bestimmten Erbkrankheit leidet oder eine Veranlagung trägt, die im späteren Lebensalter zum Ausbruch kommen kann.
Züchter: Neben der individuellen Gesundheit ist von großer Bedeutung, welche verdeckten Erbanlagen ein äußerlich gesundes Tier trägt und an Nachkommen weitergeben würde.
Kontaktdaten:
FERAGEN GmbH Labor für genetische Veterinärdiagnostik
Strubergasse 26
A – 5020 Salzburg
+43 662 / 43 93 83
+49 8654 / 68 24 430
Mail: office@feragen.at
VHF e.V.
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hundezuchtverein-franken.de
Wir unterstützen jeden Hundefreund, jeden Züchter bei allen Fragen rund um den Zucht. In unserem Verein treffen sich Hundefreunde aller Rassen und natürlich auch Halter von Mischlingshunden. Hundesportler, Hundeschulen, Hundeausbilder, Hundevereine und Interessengruppen sind ein weiteres Fundament unserer Vereinsarbeit.
Wir bieten auch kleineren, seriösen Vereinen, Züchtern und Hundefreunden die Möglichkeit, unsere Partner – E.C.S.Büroservice zu nutzen. Damit können Sie die Vorteile des neu und streng geführten Zuchtbuches, die Ausstellung der schönen Ahnentafeln und vieles mehr nutzen.
